Über uns

Liebgewordene Dinge länger nutzen zu können, scheitert oft an schlechter bis fehlender Reparierbarkeit. Oft steht einer kostenpflichten Reparatur entgegen, dass Dinge nicht für eine leichte Reparatur ausgelegt wurden, wodurch die Wirtschaftlichkeit der Reparatur in Frage gestellt wird. Oft sind auch Ersatzteile nicht oder nur erschwert verfügbar. Obwohl man einer längeren Nutzbarkeit eine hohe Wertschätzung geben würde, werden konkrete Handlungsmöglichkeiten für Nutzer, Konsumenten und lokale Werkstätten so erschwert.

Will man nun privat einen Ausweg durch eigenständige Reparatur finden, fehlen oft die notwendigen Kenntnisse oder speziellen Fertigkeiten. Manche Menschen haben in ihrem Leben noch keine oder kaum Reparaturkompetenzen erwerben können. In den Schulen bis hin zu den Universitäten werden die geforderten Kenntnisse nicht mehr oder nur unzureichend vermittelt.

Sucht man dann in der Verwandschaft, näheren Bekanntschaft oder Nachbarschaft nach hilfreicher Unterstützung, begegnen einem Menschen in ähnlicher Lebenslage oder die Vereinzelung in Großstädten tut das ihre, so dass kundige Hilfe nur schwer zu finden ist. Das wollen wir ändern. Damit die Dinge länger nutzbar bleiben.

Wir reparieren gemeinsam.

Seit 2012 entstehen bundesweit und in den Berliner Bezirken neue Initiativen, die hilfreiche Auswege aus dieser Situation anbieten. So treffen sich immer mehr Menschen regelmäßig zu bestimmten Terminen an vereinbarten Orten, um dort mit der Idee “RepairCafe” (auch ReparaturCafe, Reparatur-Initiative) die gemeinschaftliche Reparatur für immer mehr Menschen im Sinne der Hilfe zur Selbsthilfe zugänglich zu machen.

RepairCafés

sind meist einmal im Monat stattfindende Treffen, bei denen defekte Dinge in angenehmer Atmosphäre gemeinschaftlich repariert werden. Diese Treffen sind gemeinwohlorientiert und haben zum Ziel, Dinge zu reparieren, dabei Reparaturwissen weiterzugeben, damit nachhaltige Lebensweisen gemeinsam in der Praxis anzuwenden, das Klima zu schützen und die Ressourcen zu schonen.

Erste Schulen suchen ebenfalls nach einer für sie geeigneten Umsetzung, um die Idee der gemeinsamen Reparatur in den schulischen Alltag zu integrieren (z.B. als Projektwerkstatt, Schüler-Ini, Juniorreparaturfirma). Wirtschaftliche orientierte Werkstätten – meist sehr erfahrene Kleinstunternehmen – bieten wichtige Dienstleistungen der Reparatur, etablieren eine Zusammenarbeit mit Repaircafes und erlangen so wieder mehr Aufmerksamkeit in der Nachbarschaft. Nachhaltig und sozial orientierte Wohnungsunternehmen/-genossenschaften erkennen in der Kooperation mit RepairCafes einen wesentlichen Impuls zur Aktivierung der Mieterschaft für sozialen Zusammenhalt und nachbarschaftlicher Hilfe bei kleinen Reparaturen, die dabei auch einen wesentlichen Beitrag zum Erhalt des Wohnungsbestandes leistet. Andere Initiativen und Organisationen der Kreislaufgesellschaft schliessen sich an.

BerlinRepair fördert Reparaturkultur

BerlinRepair fördert die gemeinwohlorientierte Reparaturkultur in Berlin. In mehr als vierzig RepairCafés treffen sich regelmäßig Menschen, um Dinge gemeinsam zu reparieren (gegen Spende). Noch nicht in allen Bezirken. Das wollen wir ändern und fördern die Gründung neuer RepairCafés. Starten Sie jetzt mit BerlinRepair ein RepairCafé in Ihrer Nachbarschaft.

Gemeinsam reparieren meint hier nicht „kostenloser Reparatur-Service“, sondern gemeinschaftliche Hilfe zur Selbsthilfe. Ermöglicht wird ein RepairCafé von freiwillig engagierten HelferInnen und Reparierenden, die ihr Wissen und Können unentgeltlich im Rahmen der gemeinsamen Reparatur weitergeben (Spenden sind gern gesehen). Trägerorganisationen geben ihnen einen rechtlichen Rahmen. Bringen Sie eigene Dinge zur Reparatur und lernen Sie Ihr RepairCafè in der Nachbarschaft kennen.

Die Idee der gemeinschaftlichen Reparatur bewegt viele Menschen. Sie erkennen darin eine Möglichkeit, liebgewordene Dinge länger nutzbar zu halten. Ihnen liegt dabei auch daran, damit einen wirksamen Beitrag für Klima-, Umwelt- und Ressourchenschutz und zur Beendigung der geplanten Obsoleszenz zu leisten. Mit BerlinRepair wollen wir gemeinsam mit Ihnen ein Netzwerk für Reparaturkultur in Berlin aufbauen.

Jetzt ein RepairCafe starten

Wir sprechen hier die Stadtgesellschaft, Schulen, Werkstätten, Wohnungsunternehmen sowie interessierte Initiativen und Organisationen an, Mitwirkende im Netzwerk von BerlinRepair zu werden. Wir begleiten und stärken den Aufbau von RepairCafés. Bitte sprechen Sie uns an.

Hegen, pflegen, weitergeben

Reparieren statt wegwerfen. Es geht um mehr Reparaturkultur in der Nachbarschaft. Es geht um hegen, pflegen, weitergeben. Damit die Dinge länger nutzbar bleiben. Dafür engagieren wir uns gemeinsam und fördern geeignete Kooperationen. Mit „Berlinrepair“ bieten wir eine Plattform für Reparaturkultur mit RepairCafés, Schulen, Werkstätten und Wohnungsunternehmen. Wir begleiten und beraten den Aufbau neuer RepairCafes in allen Bezirken von Berlin. Bereits bestehende RepairCafés unterstützen und vernetzen wir, damit aus Gemeinschaft Stärke entsteht.

Schulen, Werkstätten, Wohnungsunternehmen und andere Organisationen binden wir als willkommene Partner in der Nachbarschaft gerne mit ein. Mit Aktionen, Veranstaltungen, Öffentlichkeitsarbeit und Bildungsangeboten sensibilieren wir die Stadtgesellschaft für die Bedeutung von Haltbarkeit und Reparatur im urbanen Raum.

Mit dem Aufbau von Initiativkreisen wollen wir die gemeinschaftliche Kultur der Reparatur in den Bezirken von Berlin nachbarschaftlich und wohnortnah stärken. Unsere Öffentlichkeitsarbeit klärt begleitend die Stadtgesellschaft über die positive Effekte von Reparaturkultur für Berlin auf. Unser Ziel ist es, dass in den Kiezen von Berlin mehr und mehr solcher Partnerschaften entstehen und sich erfolgreich weiter entwickeln. Ihre Mitwirkung ist herzlich willkommen. Bitte unterstützen Sie unser Netzwerk und wirken Sie gerne mit.

Jetzt Teil von BerlinRepair werden.

Wir suchen regelmäßig berlinweit zur Gründung neuer RepairCafés und für den Ausbau unseres Netzwerkes Mitwirkende und Partner. Gesucht werden Reparateur*innen, helfende Hände (im RepairCafé organisatorisch unterstützen) und Botschafter*innen (in der Nachbarschaft werben). Für die Mitarbeit im Netzwerk selbst suchen wir Menschen, die unsere Arbeit in den Bezirken in ihrer Nachbarschaft und unser Team am Standort Alexanderplatz im HDM unterstützen (Zeitbedarf je Engagement ungefähr 4-6 h pro Monat).

Wir schulen unsere Freiwilligen und die Mitwirkende in RepairCafés, sichern den Erfahrungsaustausch, bieten Studenten-Praktika, FÖJ und ÖBFD-Stellen an. Sprechen Sie uns am besten telefonisch an. Bitte nehmen Sie jetzt Kontakt auf.

Für interessierte Partner (z.B. Schulen, Werkstätten, Wohnungs(bau)unternehmen und -genossenschaften, NGO, Initiativen) stehen wir gerne persönlich für Fragen und Informationen zur Verfügung. Bitte nehmen Sie Kontakt auf.

 

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